Spiel mit dem inneren Kind – Leitgedanke

Leitgedanke

Spiel mit dem inneren Kind als Veränderungsformat. Ich bin mir sicher, dass kreatives Spielen für Erwachsene genauso wichtig ist wie für Kinder. Es entspannt, erfreut, macht glücklich. Im tranceartigen Zustand eines echten Spiels zu sein, lässt uns von alltäglichen Sorgen abschalten.

Dabei geht es nicht darum, ein ausgeklügeltes Spiel mit Spielregeln zu kreieren, oder darum, aus den vollen Regalen einer Spielwarenhandlung das spannendste herauszusuchen. Sicherlich kann auch das zum gewünschten Ergebnis führen, aber viel leichter geht es mit einfachen alltäglichen Dingen.  Auch können diverse gängige NLP-Formate spielerisch so zum Einsatz kommen, wie dies dem inneren Kind, seinem Entwicklungsalter und seinen Wünschen gerecht wird.

Vorannahmen

Veränderung wird erst unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Einige aus dem NLP bekannte Vorannahmen lassen sich auf die Arbeit Spiel mit dem inneren Kind gut übertragen.

  • Der Klient ist Experte für sein Problem.
  • So wie der Klient sein Problem hat entstehen lassen, so kann er es auch lösen.
  • Wir tragen alle Ressourcen in uns, die wir für Veränderung brauchen.
  • Jeder von uns trägt einen oder mehrere jüngere Anteile in sich, die mehr oder weniger gut miteinander im Kontakt sind.
  • Je besser wir im Kontakt mit unseren inneren Anteilen sind, desto leichter fällt es uns Entscheidungen zu treffen.
  • Probleme, die aufgrund einer in der frühen Kindheit entstandenen Blockade nicht im Jetzt aufgelöst werden können, lassen sich rückblickend in der Zeit vor der Entstehung bearbeiten.
  • Geschehenes kann nicht rückgängig gemacht werden. Was wir jedoch verändern können ist die innere Repräsentation unseres Erlebens in Bezug auf die Erinnerung.

In einem anderen Licht betrachtet oder durch einen neuen Rahmen gesehen können wir in Erlebnissen der Vergangenheit Positives erkennen und daraus Ressourcen entstehen lassen. Dies ermöglicht uns die Verarbeitung der Erfahrungen im Nachhinein. Aus den Strategien, die wir als Kinder entwickelt haben, um schwierige Situationen durchzuhalten, ziehen wir später unsere größten und mächtigsten Stärken.

Indikationen

Ursprünglich für die Arbeit mit Patienten und Klienten, entwickelt, die ihre Sprechängste überwinden wollen, kann dieses Format auch bei zahlreichen anderen Blockaden angewendet werden, die aufgrund unverarbeiteter Erfahrungen entstanden sind, zum Beispiel bei Ängsten und Phobien, die auf Glaubenssätzen beruhen.

Unsichere Lehrerin
Lehrerin und Schulkind, Foto: Andrea Koltermann

Ausgenommen ist die Arbeit mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Diese gehört aus rechtlichen Gründen in die Hände von Ärzten, Psychologen und Heilpraktikern.

Zielgruppe

  • Klienten, die unter Sprechängsten leiden
  • Menschen, deren Stimme trotz organischer Gesundheit immer wieder versagt
  • Personen, die unter unerklärlichen Ängsten leiden
  • Menschen, die im Erwachsenenalter durch Probleme aus dem Formenkreis des ADS beeinträchtigt sind
  • Arbeitssuchende, deren Lebensläufe große Lücken aufweisen
  • Alkohol- und Suchtkranke
  • Menschen mit sich ständig wiederholenden destruktiven Verhaltensmustern, die sich in einem wiederholenden Nichtgelingen von Beziehungen zeigen
  • Personen, deren Probleme sich bisher gegen sämtliche Formen von Beratung, Therapie oder Coaching resistent gezeigt haben
  • Menschen, deren Verhalten immer wieder zu Problemen führt, welche sekundär dafür genutzt werden, einen Mangel z.B. an Aufmerksamkeit zu kompensieren

Spiel mit dem inneren Kind als Veränderungsformat werde ich in den folgenden Wochen in diesem Blog näher beschreiben.

Auf jeden Fall werde ich noch in diesem Sommer Seminare für Menschen anbieten, die mit Menschen arbeiten. Das sind vor allem Trainer, Therapeuten, Coaches, Ärzte und Lehrer, aber auch Klienten, mit denen ich in diesem oder einem anderen Kontext bereits gearbeitet habe und die eine Veränderung anstreben. Fragen und Anregungen nehme ich gern schon jetzt entgegen.

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