Spiel mit dem inneren Kind

Veränderungsarbeit leicht machen – der spielerische Einsatz von NLP-Formaten im Alltag

Spiel mit dem inneren Kind Veränderungsarbeit leicht machen
Spiel mit dem inneren Kind

Spiel mit dem inneren Kind

In den folgenden Beiträgen möchte ich hier mein, im Rahmen meiner NLP-Masterarbeit entstandenes, Coaching-Format Spiel mit dem inneren Kind vorstellen.

Als Sprech- und Stimmcoach arbeite ich immer wieder mit Menschen, die unterhalb ihrer eigenen Möglichkeiten bleiben. Dabei geht es oft um sehr viel mehr als zu leise Stimmen oder Sprechängste.

Warum lässt sich jemand durch hartnäckige Glaubenssätze den Weg zum Erfolg verbieten? Wie schafft man es, sich selbst immer wieder Steine in den Weg zu legen?

Oft liegt es an frühkindlichen Prägungen oder an Ereignissen, für die zum Zeitpunkt des Erlebens keine Verarbeitungsressourcen zur Verfügung standen.

Veränderungsarbeit leicht machen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass auch diese sich im Coaching oder in der Therapie positiv beeinflussen lassen. Als ausgebildete Logopädin und Kinderspieltherapeutin habe ich 20 Jahre lang Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Meine Erfahrungen in diesem Bereich übertrage ich auf meine Arbeit mit Erwachsenen. Ich gebe dem inneren Kind eines Menschen eine Stimme und lasse es sagen, was es im Leben wirklich möchte. Spielerisch wachsen Bauchgefühl, Herzenswusch und Verstand zu Kooperationspartnern zusammen.

Einleitung

Kleine Kinder sind normalerweise offen für Neues, neugierig, frei, ehrlich und unvoreingenommen. Positive Erfahrungen motivieren sie nach und nach die Welt zu entdecken. Durch das Erleben von negativen Erfahrungen wie Verletzungen, Strafen, Verboten, Schmerz usw. werden sie vorsichtiger, manchem Neuen gegenüber skeptisch, manchmal sogar ängstlich. Kinder lernen gleichsam aus positiven wie auch aus negativen Erfahrungen sich selbst und ihre Umwelt kennen.

Warum mit dem inneren Kind spielen?

Das NLP-Format Spiel mit dem inneren Kind verknüpft Elemente aus der Kindertherapie mit gängigen Formaten aus dem NLP.

Als Logopädin mit einer Zusatzausbildung in der klientenzentrierten Kinderspieltherapie habe ich mehr als zwanzig Jahre lang mit vielen Kindern gearbeitet und gespielt. In diesem therapeutischen, vom Kind geführten Spiel gelingt es den allermeisten Kindern ihre innerlichen Blockaden, die sie an einer altersentsprechenden Sprachentwicklung hindern, aufzulösen. Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen in ihrer sprachlichen Entwicklung stagnieren, lernen sich im Spiel zu entfalten. Oft müssen sie erst die Erfahrung machen, wirklich gehört und verstanden zu werden. Durch den Aufbau von Ressourcen und das Bereitstellen eines sicheren Schutzraumes können sie ihre Ängste oft schnell ablegen und sind bereit, sich sprachlich auszuprobieren. In den allermeisten Fällen schreitet die Sprachentwicklung der Kinder dann schnell voran.

Ähnlich ist es mit den kindlichen Anteilen vieler Erwachsener, die aus unterschiedlichsten Gründen unter Blockierungen leiden. Diese sind oft unbewusst, äußern sich jedoch z.B. in Sprechängsten, einer Enge im Hals oder dem Wegbleiben der Stimme. Eine logische Erklärung für diese oft sehr belastenden Ereignisse haben die Betroffenen meistens nicht.

Das Ziel der Arbeit mit dem Format Spiel mit dem inneren Kind ist es, verdeckte Ressourcen aus der Kindheit aufzuspüren und diese zu stärken. Vor allem den belastenden Ereignissen, die kurze Zeit später aufgetreten sind, wird dadurch die Kraft genommen. Zwar kann Geschehenes nicht ungeschehen gemacht werden, die Bewertung oder Beurteilung dessen kann jedoch nachträglich verändert werden. Blockaden, die als Folge dieser Ereignisse entstanden sind, lassen sich dann leichter auflösen.

Idee

„Endlich noch mal Kind sein dürfen.“ Eine Kommilitonin meiner NLP- Masterausbildung strahlt mich an, als wir uns nach dem Malen unseres Visionsbildes beim Händewaschen auf der Damentoilette treffen.

Als Kinderspieltherapeutin und Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder habe ich in diesem Bereich nie einen Mangel erfahren. Oft konnte ich beim Spiel, beim Bauen, Konstruieren, Malen, Matschen, kreativen Gestalten dabei sein, mitmachen und mich und damit auch mein eigenes inneres Kind ausleben. Ich erinnere mich, wie oft ich, obwohl ich ja sonst ein ausgezeichnetes Zeitgefühl habe, im Spiel komplett die Zeit vergessen konnte.

Doch wer kann oder macht das schon, im Alltag sein inneres Kind ausleben?

In vielen Jobs ist es undenkbar. Manchen hilft dabei die Kunst, die Musik oder ein kreatives Hobby. Wer aber künstlerisch, musikalisch oder handwerklich weniger begabt ist als andere, erntet für das, was zu Kinderzeiten vielleicht noch akzeptiert war, als Erwachsener oft nur ein Lächeln.

Veränderungsarbeit leicht machen. Spiel mit dem inneren Kind ist aus der Absicht heraus entstanden, ein Format zu kreieren, welches es den Menschen leicht macht, zu ihrem Kern zu finden, herauszufinden wer sie wirklich sind und was sie wollen, frei von Erfahrungen, Prägungen, frühkindlichen Zuschreibungen und Verboten.

Bei schmerzhaften frühkindlichen Erfahrungen werden Persönlichkeitsanteile, sogenannte Trauma-Anteile abgespalten. Dieser Schutzmechanismus bewirkt, dass diese kindlichen Anteile vom weiteren Erleben der Realität abgeschottet werden und diese nicht mehr mitbekommen. Sie wissen nicht, dass die Person seit der traumatischen Erfahrung bereits etliche Jahre älter geworden ist. Und doch sind diese Anteile nicht komplett weg, sie sterben nicht. Von Zeit zu Zeit treten unsere jüngeren Eigenanteile in Erscheinung, um ihre Bedürfnisse kundzutun. Jeder kennt Gefühle wie Trotz oder Wut oder Albernheit in sich, die aus Erwachsenensicht unangemessen wirken und keinerlei Sinn machen. Diese jüngeren Eigenanteile sind genau wie kleine Kinder offen für Neues, neugierig und frei von Lügen und weiteren späteren traumatischen Erfahrungen oder Verboten. Sie sind ehrlich, betrachten Dinge unvoreingenommen aus einer kindlichen naiven Perspektive. Sie wissen nichts von Tabus oder negativen blockierenden Erfahrungen, die nach ihrer Abspaltung entstanden sind, weil sie diese nicht mitbekommen haben.

Andrea Koltermann
Andrea Koltermann, Foto: Katrin Lübeck

Das Coaching-Format ermöglicht es Coach und Klient gemeinsam tief in das Spielthema einzutauchen, es in der Phantasie entstehen und wachsen zu lassen wie einen schönen Traum. Darauffolgend können Coach und Klient  sogar gemeinsam mit dem inneren Kind spielen.

Spiel mit dem inneren Kind versteht sich in erster Linie als ein Format zum Aufdecken und zur Verfügung stellen von Ressourcen. Des Weiteren stellt es eine geeignete Brücke zum Übergang zu sämtlichen anderen tiefergehenden Veränderungs-Formaten wie vielen gängigen NLP-Formaten dar.

Veränderungsarbeit leicht machen. Das ist mein Ziel.

 

 

 

Meine wunderbare Reise zum Weihnachtmann – als PDF

Eine Adventskalendergeschichte zum Lesen, Vorlesen und Anhören

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6. -22. Mai 2019

In Finnland heißt er Joulupukki
In Finnland heißt er Joulupukki, Foto: Elfe des Joulupukki

22. Mai – In Finnland heißt er Joulupukki

22. Mai – In Finnland heißt er Joulupukki

Endlich am Ziel. Und tatsächlich – es gibt ihn in Rovaniemi und wir dürfen ihn besuchen – den Weihnachtsmann.

Da geht es zum Joulupukki
Da geht es zum Joulupukki, Foto: A. Koltermann

Doch erst schauen wir uns seine Schlittensammlung an.

Alter Schlitten des Joulupukki
Alter Schlitten des Joulupukki, Foto: A. Koltermann

Neben den alten Holzschlitten, die von Rentieren oder Huskys gezogen werden, besitzt er eine ganze Sammlung an Motorschlitten.

Neuer Schlitten des Joulupukki
Neuer Schlitten des Joulupukki, Foto: A. Koltermann

Auch die Huskys und die Rentiere dürfen wir besichtigen und die vielen Regale mit den Geschenken. Wir erfahren, dass der Weihnachtsmann sich bei seiner Arbeit von vielen Elfen helfen lässt. Das wussten wir nicht, aber wie sollte er das auch sonst schaffen. Dann ist es soweit. Wir dürfen in sein Büro.

Wir sind so aufgeregt. Eine Elfe bringt uns zu ihm.
Auf seinem großen Sessel sitzt tatsächlich der Weihnachtsmann und bittet uns, rechts und links neben ihm Platz zu nehmen.

In Finnland heißt er Joulupukki
In Finnland heißt er Joulupukki, Foto: Elfe des Joulupukki

Sein Bart ist viel länger, als ich erwartet hatte, und kringelt sich zu unzähligen silbernen Löckchen. Wir sollen ihn Joulupukki nennen, sagt er, so heißt er in Finnland. Ich bin überrascht, dass er fließend Deutsch spricht. Vermutlich spricht er alle Sprachen dieser Welt. Wie sollte er auch sonst seine Arbeit machen? Er fragt uns, wo wir herkommen und was wir auf unserer Reise schon alles erlebt haben. Wir berichten ihm von unserer Radtour, von dem Wohnmobil und unserem Abenteuer am Nordkap. Dann erzählt er uns, dass es noch 216 Tage bis Weihnachten sind, und möchte wissen, was wir uns wünschen. Da wir so glücklich mit unseren Leben sind und mit dem, was wir haben, wünsche ich mir nur, die Welt verbessern zu können, damit alle Menschen glücklich werden.

Koordinaten Polarkreis
Koordinaten Polarkreis, Foto: A. Koltermann

Wem mein Blog gefällt, der sei herzlich eingeladen sich mit einer Spende für eine international tätige Hilfsorganisation erkenntlich zu zeigen. Weiter unten im Blog oder hier(pdf) berichte ich über die Arbeit mit Dråpen i Havet.

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Auf Stippvisite beim Weihnachtsmann - In Finnland heißt er Joulupukki
NGZ – Auf Stippvisite beim Weihnachtsmann, Foto: Andrea Koltermann

22. Mai – In Finnland heißt er Joulupukki

21. Mai – nachmittags – Badewetter

21. Mai – nachmittags – Badewetter

Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Süden. Wir wollen ja schließlich noch zum Weihnachtsmann.

60 Kilometer vor Rovaniemi finden wir einen hübschen Campingplatz an einem kleinen See. Erst sind wir etwas zögerlich, weil wir von unzähligen bellenden Huskys begrüßt werden. Ob wir hier wohl eine ruhige Nacht haben werden?

21. Mai - Badewetter, Huskys
Huskys, Foto: Andrea Koltermann

Beim Anblick der hübschen Grillhütte direkt am Wasser möchten wir dann doch bleiben. Der Platzwart erklärte uns, dass der Campingplatz eigentlich noch geschlossen sei. Der Boden ist noch gefroren und kann beim Auftauen leicht wegsacken, so dass es kaum feste Stellplätze für Wohnmobile gibt. Trotzdem findet er ein Plätzchen für eine Nacht für uns.

21. Mai - Badewetter, See in Lappland
See in Lappland, Foto: Andrea Koltermann

In der Sonne ist es ist so warm, dass ich unbedingt mit den Füßen ins Wasser möchte. Um richtig zu schwimmen, ist es mir dann doch zu kalt. Barfuß trete ich die Wanderung um den See an. Schon klettert die erste große Waldameise auf meinen rechten Fuß, dann eine zweite über meinen linken. Schnell wieder die Socken und Schuhe an, denke ich. Das ist gar nicht so einfach, wenn man im pitschnassen Moos steht.

21. Mai - Badewetter
Badewetter, Foto: R. Koltermann

Bei einer Wanderung um den See verstehen wir, was der Campingplatzbesitzer mit dem absackenden Boden meint. Immer wieder finden wir tiefe Löcher im Boden und müssen gut aufpassen, um nicht hineinzustolpern.
Hier finden wir an einigen Sträuchern noch vertrocknete Heidelbeeren vom letzten Sommer. Diese sind allerings nicht mehr genießbar.

 

Gefällt Ihnen dieser Adventskalender? Hier können Sie Menschen denen es nicht so gut geht und die unfreiwillig weite Reisen antreten unterstützen:

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21. Mai – nachmittags – Badewetter

21. Mai – Leben in Lappland

21. Mai – Leben in Lappland

Das Leben der ursprünglichen Bewohner Lapplands
Am Morgen besuchen wir ein Museum am Inarisee, in dem wir uns über das Leben der ursprünglichen Bewohner Lapplands informieren. Die Menschen haben hier früher von der Rentierzucht, von der Fischerei und vom Sammeln essbarer Beeren gelebt.

21. Mai - Leben in Lappland, Klassische Tracht der Samen
Klassische Tracht der Samen

Als Nomaden sind sie mit ihren einfachen Zelten mehrmals pro Jahr umgezogen. Die runden Zelte bestanden aus langen oben in der Mitte zusammengebundenen Holzstangen, welche mit Rentierfellen umspannt wurden. Nur im Winter haben die Menschen in festen Holzhäusern gelebt. Die wenigen Samen, so heißen die Menschen Lapplands, die heute noch in Finnland leben, können davon nicht mehr gut leben. Viele von ihnen arbeiten heute in der Tourismusbranche.

21. Mai - Leben in Lappland, Wachholderbeeren
Wachholderbeeren – gerade aufgetaut, Foto: Andrea Koltermann

In diesem Museum lernen wir auch, dass nicht nur die Menschen sich hier vom Sammeln der Waldbeeren ernähren, sondern dass diese auch zur ersten Nahrung der Bären gehören, wenn sie aus ihrem halbjährigen Winterschlaf erwachen. Und dass viele Tiere in Lappland ein weißes Winterfell haben, um von den Feinden nicht so schnell gesehen zu werden.

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